JULI

 
Goldkolben, Blutweiderich, Gilbweiderich und Blauweiderich sind die Helden des Hochsommers am Teich. Auch alle anderen Stauden sind jetzt zu voller Größe erwachsen und stehen noch ordentlich im Beet. Leider zerzausen die ersten Gewitterstürme so manche Großstaude. Wenn ich nur wüsste, wie ich sie ohne das lästige Stäben standfester machen könnte.


Die farbkräftigen Chinesischen Trollblumen (Trollius chinensis) machen zusammen mit weißer Sumpfgarbe (Achillea ptarmica) und Blutweiderich (Lythrum salicaria) den Sumpfgarten im Hochsommer kräftig bunt.


Die warmen Abende im Juli sind besonders stimmungsvoll. Der kleine Kerzen-Goldkolben 'Little Lantern' ist eine wertvolle Ergänzung zu den mannshohen großen Verwandten, Ligularia stenocephala u. a.

Geißraute  Galega x hartlandii
Weißes und rotes Mädesüß und die gelbe Wiesenraute überschäumen den Sumpf-Garten im Juli. Leider wird das gefüllte weiße Mädesüß oft von Mehltau befallen, und die Blüten gehen nicht richtig auf. Die orangefarbene Panterlilie (Lilium pardalinum) steht schon mindestens 20 Jahre im feuchten Saum des Teiches. Der Wolken-Knöterich (Polygonum polymorphum) links hinten sieht aus wie ein blühender Strauch.


Kräftige Büsche von Gräsern, Knöterich, Juli-Silberkerzen und Dolden-Ligularien bestimmen das Bild im feuchteren Teil des Gartens. Große Blatt- und Halmbüsche sind in unserem Garten des intelligenten Faulen besonders willkommen. Unter ihnen hält sich kaum Unkraut. Nur die Winde fühlt sich wohl und ist bei mir das am schwersten zu bekämpfende Unkraut.
Kleine und zarte Pflanzen unterliegen in unserem großen Garten einer "natürlichen", durch die Faulheit des Besitzers hervorgerufenen Selektion. Trotzdem lasse ich mich oft hinreiße, eine schwachwüchsige Pflanze zu erwerben, die ich dann nach ein paar Jahren nicht mehr wieder finde.


Schaublatt (Rodgersia aesculifolia) und Tafelblatt (Astilboides tabularis) sind zwei schöne Blattschmuck-Pflanzen für den Schattengarten. Ebenso der Waldgeißbart (Aruncus dioicus). Ihn gibt es als weibliche und männliche Pflanzen.


Die großen Helden des Hochsommers im Präriegarten sind  Phlox, Sonnenhüte, Nachtkerzen und auch die Taglilien. Die Goldsturm-Rudbeckie im Vordergrund fängt gerade erst an zu blühen.


Auch erste Goldruten, wie hier 'Golden Mosa' und vor allem erste Gräserblüten vom Garten-Sandrohr und der Rasen-Schmiele bringen Gelb und helles Braun ins Bild.


Im Regenschatten des Hauses befindet sich ein trockner Bereich, wo die Kugeldisteln, Königskerzen, Nachtkerzen, Acanthus und Yucca blühen. Der unverwüstliche Storchschnabel (Geranium x oxonianum) blüht immer noch, oder schon wieder?


Gräser, wie hier die Rasen-Schmiele (Deschampsia caespitosa) kennzeichnen den Präriegarten und wirken im Gegenlicht besonders stimmungsvoll.


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