Unterhalb der Forschungs-Station befinden sich subtropische Bambus- und Zedernwälder.
Zahlreiche immer kleiner werdende Reisfelder ziehen sich in den Tälern
terrassenförmig nach oben. Etwas unterhalb der Station hört der Feldbau auf
und die Wiesen des Hochlands werden hauptsächlich als Rinderweide genutzt.
Hier wird das weltberühmte Wagyurind gezüchtet. In den Gipfellagen der
Vulkane finden wir oft nur eine sterile Mondlandschaft.
Reisterrassen, Bambus- und Zedernwälder sind unterhalb der Station zu
finden.

Die Weiden der Wagyurinder
Auf den Gipfeln der Berge, hier am Kraterrand hält es nur noch der Knöterich aus.
Er ist ein wirklich hartes Gewächs.
Reynoutria japonica, der
Japanknöterich ist überall zu finden. Gemeinsam mit niedrigen Bambus und
Silbergras bedeckt er große Flächen bis in die höchsten Gipfellagen. Von übermannshoch bis nur spannhoch, von
tiefem Rot bis strahlendem Weiß ist er sehr vielgestaltig. Das kommt zum
Einen daher, dass er zweihäusig ist und zum Anderen gibt es auch
Variationen, wie z. B. die var. compacta, die in Gipfellagen auf Geröll und
Vulkanasche wächst.
Reynoutria japonica var. compacta
Reynoutria japonica (weibliche Pflanze)
Kennzeichen der männlichen Pflanzen sollen die aufrechten Blütenstände
sein.
Polygonum filiforme, der fadenförmige Knöterich ist nicht nur an
seinen fadenförmigen Blütenständen zu erkennen, sondern auch an den
beiden dunklen Flecken auf den Blättern.
Polygonum filiforme var.neo-filiforme ist daran zu erkennen, dass
die Flecken auf den Blättern fehlen.
Lilium leichtlinii var. tigrinum, die Tigerlilie
wächst überall auf den Bergwiesen des Kuju Hochlandes.
Erstaunlicherweise behauptet sie sich auch zwischen mannshohen
Miscanthusbüschen und in Höhen von über 1000m.
Hemerocallis vesperitina, die
Zitronentaglilie habe ich lange suchen müssen. Ich konnte sie einfach
nicht sehen, weil sie sich erst am späten Nachmittag öffnen. Prof.
Kayano meinte, unsere Taglilien sind Nachtlilien. Außerdem waren sie
jetzt Ende August auch schon ziemlich verblüht, so dass ich Samen
sammeln konnte.
Adenophora triphylla var. japonica, die Becherglocke ist eine Verwandte der
Glockenblumen, wie man sieht, und ein Begleiter der Tigerlilie auf den
Bergwiesen bis zum Gipfel in 1500m Höhe.
Adenophora remotiflora, eine Schwester der Becherglocke der
Bergwiesen kommt eher im Schatten der Wälder in tieferen Regionen vor.
Dianthus superbus var. longicalycinus, eine Nelkenart die bis zum November blüht und in Japan als eine
der sieben für den Herbst typischen Wildblumen gilt. Sie blüht auf den
Bergwiesen zusammen mit Tigerlilie, Becherglocke und anderen.
Patrinia scabiosaefolia, der Goldbaldrian ist eine weitere der sieben für den Herbst typischen
Wildblumen.
Aster species
Picris hieracioides subsp. japonica, die Art
gibt es auch in Deutschland.
Lactuca indica var. laciniata
Heracleum lanatum var. nipponicum, die
Herkulesstaude oder auch Wiesenbärenklau ist besonders in den feuchten
Senken der Bergwiesen zu finden.
Lythrum salicaria, der Blutweiderich ist ebenfalls an feuchten Stellen zu finden.Dieses stattliche
Exemplar des Blutweiderichs am Feldrand hat wohl etwas Dünger
abbekommen.
Angelica pubescens, ein Engelwurz, den ich anfänglich für eine
aufgeblühte Aralia hielt.
Aralia cordata ist eine Staude des Waldrandes.
Aralia spinosa ist ein Großstrauch oder Baum, der bei uns auch in den
Gärten zu finden ist. Er wird auch als Teufelsspazierstock bezeichnet,
weil seine Äste mit Dornen besetzt sind. Im
Frühjahr werden die Triebe der Aralie in Japan gesammelt und gegessen.
Impatiens noli- tangere
Impatiens textori, ein purpurnes Springkraut, dass
feuchte und schattige Plätze im Wald bevorzugt.
Cacalia delphiniifolia
Liriope platyphylla
Eupatorium chinense
Boehmeria spicata, ein Brennesselgewächs, das eigentlich zu den
Sträuchern gehört.
Tricyrtis macropoda, die Krötenlilie,
konnte ich dank des Bestimmungsschlüssels von Volker Debus recht
schnell identifizieren.
Ich fand nur ein Exemplar an einem Bach mitten im dunklem Zedernwald.
Ligularia fischeri, Fischers Ligularie glaubte ich hier in
Japan im August zur Hauptblütezeit in Massen zu finden, doch leider musste
ich schon sehr im Unterholz suchen
Echinops setifer, die Kugeldistel ist heute nur noch selten zu
sehen. Nach Auskunft von Professor Kayano war sie früher viel häufiger
auf den Bergwiesen zu finden.
Scabiosa japonica
Lychnis miqueliana, diese Lichtnelke habe ich nur ein Mal am Straßenrand entdeckt.
Lycoris sanguinea, die Rote Herzlilie, wie sie in Englisch bezeichnet wird, einen deutschen Namen habe ich nicht
gefunden, ist im August überall im Kuju Hochland zu sehen. Sie wächst
am Straßenrand, am Reisfeldrand und im tiefsten Schatten des Waldes.
Dort ist sie aber wesentlich blasser.
Eine sehr schöne Wildstaude. Ihre Blätter hat sie zur Blütezeit schon
eingezogen.
Hosta lancifolia var. thunbergiana, diese Funkie fand ich überall, sowohl
im dichten Wald, wo ich sie erwartet habe, denn aus dem Garten wissen
wir, das Funkien Schatten brauchen, als auch auf den Bergwiesen bis zum
Gipfel war sie in prallster Sonne zu finden.
Sanguisorba officinalis, der
Große Wiesenknopf ist auch noch in Gipfellagen zu finden
Commelina communis, die
Tagblume, ist ein sehr kleines Blümchen am Wegesrand, eher im
Schatten. Die Pflanze sieht aus wie eine Tradeskantie. Ihr Blau
leuchtet unübertroffen.
Geranium nepalensis subsp. thunbergii ist überall auf den
beweideten Wiesen und an Wegrändern zu finden.
Bei den folgenden Pflanzen bin ich mir nicht sicher
bin, ob sie im Kuju Hochland heimisch sind. Es sind zwar Pflanzen Japans,
die in den wärmeren Regionen der Küsten zu Hause sind und hier
möglicherweise aus den
Gärten geflüchtet sind.
Lilium speciosum, die Prachtlilie ist wahrlich
prächtig anzuschauen in diesem großen Horst am Wegesrand in einem
winzigen Dorf.
Lilium
spec., eine weiße Form der Prachtlilie oder auch der Goldbandlilie,
ein Lilienspezialist möge mir helfen, wenn er diese Seite liest.
Lilium japonicum, die Japanlilie, wird auch feldmäßig
angebaut.
Lycoris squamigera ihre vielen englischen Namen lassen auf eine
interessante Pflanze schließen. Sie gehört zur gleichen Gattung wie die
weiter oben gezeigte Rote Herzlilie, L. sanguinea.
Sie wächst im zweiten Bild fast aus dem Straßenbelag.
