Neben den schön anzusehenden Schmetterlingen sind die Lurche und Reptilien
nicht jedermanns Sache. Die zarten, grasgrünen Laubfrösche sind da noch am
schönsten, finde ich. Sie sind sehr zahlreich in unserem Garten und der Umgebung
zu finden. In einer Gewitter-schwülen Nacht können Hunderte von ihnen den Sound
des Urwalds in unser mecklenburgisches Dorf bringen.
Da die Ligularien, oder deutsch Kreuzkräuter, gern von Insekten besucht werden, ist der Tisch
für den Laubfrosch auch immer gedeckt. Im Sommer und
Herbst sitzen sie in den Sträuchern und Stauden. Wenn man sich zu laut
im Garten unterhält provoziert sie das zum Quaken, was ja eher ein
Keckern ist, falls es dieses Wort überhaupt gibt.
Einmal fand ich 5 Laubfrösche eng beieinander in
einer Seidenpflanze, die auch viele Insekten anlockt. Die Seidenpflanze
(Asclepias syriaca) wurde von Karl Förster auch als "Stauden-Gummibaum"
bezeichnet. Sehr schön kann man sehen, dass
Laubfrösche ihre Farbe ändern können, von strohgelb bis dunkelgrün und
sogar schmutziggrau. Das Letztere tritt wohl ein, wenn es dem Fröschlein
sehr dreckig geht, z. B. in Gefangenschaft. Bemerkenswert ist bei den
Laubfröschen meines Gartens die geringe Fluchtdistanz. Das heißt man
kann sie mühelos in die Hand nehmen und sie springen auch nicht gleich
weg.
Ganz anders sieht das bei den Wasserfröschen aus. Sie sitzen sehr
zahlreich am Ufer meines
kleinen Teiches und springen bei einer Distanz von etwa 2 Metern
allesamt ins Wasser. Auf den Seerosenblättern fühlen sie sich
offensichtlich sicherer. Manchmal lese ich in Gartenzeitungen von
Wasserfroschkonzerten, die die Nachbarn belästigen. Meine Wasserfrösche,
mindestens 20 in allen Größen, quaken eigentlich nie! Sind sie zu jung?
Wer weiß was?
Ein seltsames Trio, zwei Wasserfrösche und vorn eine Rotbauchunke. Ob die
Frösche wohl die kleine Unke fressen? Groß genug wäre ihr Maul.
Unken sind nicht so zahlreich wie die Laub- und
Wasserfrösche, aber man sieht sie auch schlechter. Ihre Unkenrufe sind
im Sommer zu hören, aber nie lästig.
Grasfrösche und Moorfrösche versammeln sich im zeitigem Frühjahr am nahen
Dorfteich zur Hochzeit.
Da wo Frösche sind, fehlt auch ihr ärgster Feind nicht, die
Ringelnatter. Sie ist sehr scheu, und wenn ich zum Teich komme, rettet
sie sich vom Sonnenbad am Ufer in das Wasser, wo sie bald unter den
Seerosenblättern verschwindet.
Gut getarnt unter Stauden und kaum für den Gartenfreund sichtbar tut
die Erdkröte ihr gutes Werk und
frisst die Schnecken im Garten. Nur leider ist ihre Vermehrungsrate weit
geringer als die der Schnecken. Obwohl so viele Kröten im Garten dann
auch nicht so schön wären?
Die Molche sieht man nur sehr schwer im Teich, da sie oberseits eine gute
Tarnfärbung haben.
Etwa 20 erwachsene Molche habe ich beim letzten Ablassen des Wassers im Teich
gezählt. Es werden auch nicht mehr, weil schon die Larven schlimme Raubtiere
sind. Hier im Bild im Aquarium frisst eine größere Larve die kleinere.